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IMAGO / Ulrich Wagner

Reicht es für den FC Bayern? Experte warnt vor Urbig-Risiko

Von Manuel Behlert · · 2 Min Lesezeit

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Jonas Urbig gilt beim FC Bayern als designierter Nachfolger von Manuel Neuer. Der 23-Jährige soll langfristig die Nummer eins beim deutschen Rekordmeister werden, sobald Neuer seine Karriere beendet. Doch nicht alle Experten sind überzeugt, dass der Youngster dieser gewaltigen Aufgabe bereits gewachsen ist. Ex-Schalke-Torhüter Ralf Fährmann äußerte nun deutliche Zweifel an Urbigs Eignung als künftiger Bayern-Stammtorhüter.

Durch Neuers jüngste Verletzungsprobleme erhielt Urbig zuletzt erneut die Gelegenheit, sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Auch beim 6:1-Kantersieg gegen RB Leipzig stand der ehemalige Kölner zwischen den Pfosten.

Ob der 23-Jährige allerdings dauerhaft den enormen Anforderungen beim FC Bayern gerecht werden kann, ist für Fährmann noch längst nicht geklärt.

Fährmann: „Du brauchst eine Aura“

Im SPORT1-Doppelpass lobte der frühere Schalke-Keeper zunächst die fußballerischen und technischen Fähigkeiten des Bayern-Talents. Urbig sei ein „herausragender Torwart, der die Abläufe programmiert hat wie ein Roboter und wirklich top ist“.

Doch genau darin liege auch das Problem. Beim FC Bayern seien andere Qualitäten gefragt als bei vielen anderen Vereinen. „Aber wir reden über Bayern München. Da reicht es nicht aus, einfach nur ein perfekter Torwart zu sein. Du brauchst eine Aura, eine gewisse Erfahrung, eine gewisse Strahlkraft“, betonte Fährmann.

Als Beispiel verwies der 38-Jährige auf Yann Sommer, der während seiner Zeit in München trotz seiner Erfahrung immer wieder kritisch betrachtet wurde.

Auch die früheren Bayern-Torhüter Michael Rensing und Thomas Kraft führte Fährmann an.

„Es ist schwierig, einen Torwart aus dem eigenen Stall heranzuzüchten, der dann die Wucht von Bayern München auch tragen kann“, erklärte der Ex-Profi.

„Das sehe ich bei Jonas Urbig nicht“

Jonas Urbig
IMAGO / DeFodi Images

Besonders kritisch sieht Fährmann den direkten Vergleich zwischen Urbig und Manuel Neuer.

Der heutige Bayern-Kapitän hatte vor seinem Wechsel nach München bereits zahlreiche Spiele für Schalke 04 absolviert und sich sowohl international als auch in der Nationalmannschaft bewiesen. „Manuel Neuer hatte schon sehr viele Spiele gespielt bei Schalke, hat Champions League und Nationalmannschaft gespielt und hatte ein gewisses Standing bei Schalke“, erinnerte Fährmann.

Der entscheidende Unterschied sei die Erfahrung gewesen.

„Er hatte die Erfahrung und die Präsenz und hat es schon gezeigt. Das sehe ich bei Jonas Urbig nicht.“

Für den Bayern-Youngster sind diese Aussagen eine klare Herausforderung. Allerdings verfolgen die Münchner bei Urbig bewusst einen anderen Ansatz.

Der Torhüter wird schrittweise aufgebaut, sammelt hinter Neuer Erfahrungen und soll langfristig in die Rolle des Stammtorhüters hineinwachsen.

Dass Urbig das nötige Talent besitzt, stellt selbst Fährmann nicht infrage. Ob er auch die Ausstrahlung und Führungsstärke entwickeln kann, die ein Bayern-Torhüter benötigt, muss sich erst noch zeigen.

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