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Der Bayern-Nachwuchs lauert auf seine Chance

Dante
Foto: IMAGO

Die neue Saison läuft bisher durchwachsen. Das gilt sowohl für den „großen Bruder“ FC Bayern München als auch für den FC Bayern München II. Der Nachwuchs hat Probleme, in der Regionalliga Fuß zu fassen. Nach mehreren Niederlagen ist der Verein an das hintere Ende der Tabelle abgerutscht.

Hochbegabt, aber unerfahren

Das ist insofern erstaunlich, als die Münchner über einen hochbegabten Nachwuchs verfügen. Doch weder die Mannschaft noch der Trainer verfügen über jene Erfahrung, die nötig ist, um sich im harten Fußballgeschäft durchzusetzen. Trotz des Fehlstarts in die neue Spielzeit strahlen die Verantwortlichen weiterhin Zuversicht aus und möchten die Stars von morgen langsam an den FC Bayern München heranführen.

Schließlich findet man im Kader der U 23 des Spitzenklubs zahlreiche überdurchschnittlich begabte Spieler. Deren sportliche Zukunft scheint gesichert, doch aktuell lernen die Spieler die bitteren Seiten des Fußballs kennen.

Schließlich sollte es bis zum fünften Spieltag dauern, bevor der FC Bayern München II erstmals voll punkten konnte. Zuvor hagelte es drei Niederlagen und ein Remis. Daher fand sich der Verein nach den ersten vier Begegnungen plötzlich mit nur einem einzigen Punkt auf Platz 18 der Tabelle wieder. So schlecht waren die Bayern-Amateure zuletzt vor rund 30 Jahren in eine neue Saison gestartet.

Trainer Dante steht erst am Beginn

Schon tauchten die ersten Fragen nach der Qualität des Kaders auf. Dies gilt, obwohl sich in der Mannschaft zahlreiche hochbegabte Spieler befinden, denen allgemein eine große Zukunft prognostiziert wird. Doch woran liegt das bisherige schlechte Abschneiden?

Ein Blick auf die Mannschaft zeigt zwei Faktoren, die dafür maßgeblich sein dürften. Zum einen verfügt der Trainer Dante noch über wenig Erfahrung. Der ehemalige Innenverteidiger des FC Bayern München steht erst am Beginn seiner Trainerkarriere. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, schließlich sind die Spieler seines Teams so jung wie schon lange nicht mehr.

Mehrere Spieler des FC Bayern München II sind gerade erst 16 Jahre alt. Das reicht vorerst nicht aus, um sich in der harten Regionalliga gegen hochmotivierte Gegner durchzusetzen. Vom Leistungsniveau des „großen Bruders“ sind die Bayern-Amateure jedenfalls noch weit entfernt.

Doch auch das Team von Vincent Kompany ist alles andere als makellos in die neue Spielzeit gestartet. Die Buchmacher der Online Casinos auf Casino Guru sehen die Mannschaft zwar als haushohen Favoriten für den Meistertitel 2026/27, doch der Motor der Münchner stottert. Nach dem überraschenden Remis gegen Schalke 04 konnte sich die Mannschaft zuletzt auch nur mühsam mit 2:1 gegen das Sensationsteam des FC Elversberg durchsetzen. Doch dabei dürfte es sich lediglich um Anlaufschwierigkeiten handeln. Zu stark ist der Kader des Titelverteidigers.

Für den Nachwuchs gilt es hingegen, sein Potenzial zu heben. Dass hier noch viel Luft nach oben ist, zeigte nicht zuletzt das Spiel gegen Memmingen. Trainer Dante kritisierte nach der Begegnung zu Recht, dass seine Mannschaft nur eine Minute nach dem 0:1 schon das 0:2 kassiert hatte, weil die Spieler „nicht ganz da“ gewesen seien.

Ruhe bewahren

Trotz des schwierigen Umfelds und eines wenig befriedigenden Saisonstarts bemühen sich die Verantwortlichen weiterhin, Zuversicht auszustrahlen. Jochen Sauer, der Leiter der Nachwuchsentwicklung beim FC Bayern München, sieht seine Mannschaft gefordert, Ruhe zu bewahren und dem Trainer zu vertrauen. Er glaubt weiterhin fest daran, dass sich die Mannschaft im Laufe der Saison fangen wird und konstantere Leistungen erbringen kann. Immerhin hatte die Elf von Trainer Dante mit einer schwierigen Vorbereitung zu kämpfen, weil zahlreiche Spieler zu den Profis des FC Bayern München abgewandert sind.

Dass die Bayern-Amateure auch weiterhin stark auf den talentierten Nachwuchs setzen, steht für ihn nicht infrage. Vielmehr gehe es aus seiner Sicht darum, erfahrene Führungsspieler in die Mannschaft zu integrieren. Das Potenzial der Mannschaft sei ebenso groß wie die Entwicklungsmöglichkeiten der Spieler. Sorge, in einen Abstiegskampf zu geraten, hat Sauer daher nicht.

Die Spieler seien intelligent und wüssten, was von ihnen erwartet würde. Doch nach dem kapitalen Fehlstart müssten jetzt verstärkt Siege in der Liga folgen. Je länger diese auf sich warten ließen, desto stärker würde der Druck steigen. Damit richtig umzugehen, müssten die unerfahrenen Spieler erst lernen.

Alle Augen richten sich auf Dante

Damit konnte und musste zumindest Trainer Dante in der Vergangenheit als Innenverteidiger des FC Bayern München oft umgehen. Der Brasilianer zeigte sich nach den zahlreichen Niederlagen schwer enttäuscht, glaubt allerdings weiterhin an das große Potenzial seiner Mannschaft. Doch auch Dante selbst ist gefordert, sein Wissen so an seine Spieler weiterzugeben, dass diese seine Vorgaben auf dem Platz umsetzen können.

Der Start des 42-jährigen Brasilianers ins Trainerleben erweist sich vorerst jedoch als schwierig. Dass die Ansprüche bei einem Verein wie dem FC Bayern München enorm hoch sind, weiß Dante noch aus seiner aktiven Zeit.

Doch anders als in der Vergangenheit lastet jetzt ein Hauptteil dieser Last auf seinen Schultern. Jetzt muss auch er unter Beweis stellen, dass er mit dem Druck umgehen und seine Mannschaft zu Siegen führen kann. Noch sind die Bayern-Amateure nicht zum Siegen verdammt, doch die Zeit wird knapp. In naher Zukunft geht es darum, die Ruhe zu bewahren und sich Punkt für Punkt aus dem Tabellenkeller nach oben zu arbeiten.